Fünftagesfahrt nach Ostfriesland

„Moin“ – Sängerfahrtteilnehmer erleben ostfriesische Kultur vom 12. bis 16. Juli 2018

Beizeiten aufstehen mussten 58 Teilnehmer für den Ausflug der Chorgemeinschaft Johannesberg nach Ostfriesland, denn ein ansprechendes und bei der sommerlichen Hitze auch anstrengendes Reiseprogramm erforderte Durchhaltevermögen. Wie immer war die Bordküche im Bus reich bestückt mit Speisen und Getränken (Dank allen Spendern) und bei der ersten Frühstückspause verflog recht schnell die Müdigkeit. Unser Fahrer Ernst von der Busgesellschaft KVG brachte uns hiernach in die Lüneburger Heide zu einer gemütlichen und erholsamen Kutschfahrt. Nach einer erneuten Stärkung aus der Bordküche steuerten wir frohgemut mit Liedern auf den Lippen unser Quartier an, das „Sporthotel Middelpunkt in Aurich“. Hier genossen wir nach der Zimmerverteilung die kredenzten Grillspeisen. Anschließend testeten wir – der eine früher, der andere später – die Betten des Hotels.

Am nächsten Tag verbreitete ein delikates Frühstück gute Laune und in Vorfreude auf die Ostfriesen-Rundfahrt unter kundiger Führung bestiegen wir den Bus. Sehr interessant waren die Ausführungen unseres Lotsen über Land und Leute. In einer Tee- und Spirituosen-Fabrik wurde uns die Teekultur der Ostfriesen nähergebracht und wir konnten auch den Moorgeist tanken. Eingebettet in weites grünes Marschland auf der einen und umrahmt vom Blau des Meeres auf der anderen Seite liegt die Bierstadt Jever. Die Stadtführung war sehr interessant. Hinter dem Nordseedeich spürten wir das maritime Reizklima in den idyllischen Hafenstädtchen „Carolinensiel mit Hafenmuseum“ und „Neuharlingersiel mit Fährhafen“. Die Fischhappen vom „Janssen’s Fischmarkt“ schmeckten vorzüglich. Mit vielen guten Eindrücken von der Tagestour genossen wir das Abendbuffet und die noch nicht müden Ausflügler unter uns ließen den Abend beim Tanz in der Kellerbar ausklingen.

Langeoog wartete am dritten Reisetag auf uns. 45 Minuten dauerte die Überfahrt mit der Fähre vom „Hafen Bensersiel“ zur Insel. Dort wartete die farbenfrohe Inselbahn auf uns und brachte uns ins Nordseeheilbad Langeoog. Hier konnte jeder nach Gusto den Ort sowie die Insel erkunden. Die zwischen Watt und Meer eingebettete 20 km lange Insel ist immerzu den Naturgewalten ausgesetzt. Diese formten die Dünenlandschaft und sorgen für leichte Brisen oder auch Sturmwind. Wir durften ersteres bei herrlichem Sonnenschein genießen. Beeindruckt vom überaus regen Tourismus kehrten wir am Spätnachmittag ins Hotel zurück und erfreuten uns am gemeinsamen Singen mit „Herbert und seinen Akkordeonklängen“.

Am vierten Tag unserer Reise fuhren wir zu den „Bremer Stadtmusikanten“. In Bremen stieg eine Stadtführerin zu uns in den Bus, die uns die Geschichte der Stadt erläuterte und markante Bauten und Sehenswürdigkeiten bestaunen ließ. Noch interessanter war die Fußführung durch die historische Altstadt. Wir flanierten über die „Schlachte“ und besuchten das „Schnoorviertel“. Unsere Kameras waren ständig im Einsatz ob der zahlreichen Motive.Zurück im Hotel bahnte sich nach dem Abendmahl ein selbst kreiertes Spektakel besonderer Art an. Als „Wattwürmer“ stellten sich „Jule“ (Irmgard Zirpel) und „Trine“ (Marianne Kohl) dem Publikum vor um in Versform illustre Typen aus dem Norden unseres Landes zu präsentieren. Teils lustig teils sehr schön kostümiert erschienen: „Fritz der Anglerkönig“ (Toni Steinbacher); „Frieda die Teemamsell“ (Joachim Fleckenstein); „Moorgeist der Schlürfer“ (Robert Pfeifer); „Störtebeker der Beherrscher der Nordmeere“ (Andreas Gergel); „Jean Baptiste der Pirat“ (Willi Wenzel); „Sahra die Miss Nordsee“ (Norbert Kampfmann); „Der Shantychor“ (Josef Eisert, Friedel Wüst, Gerhard Gerlach, Siegfried Schimpl) und „Erika die Heidekönigin“ (Ernst Harnischfeger). Die Zuhörer bekamen auch eine Rolle zugedacht: sie wurden animiert die „Bremer Stadtmusikanten zu imitieren, was mit großem Gelächter angenommen wurde. Erheitert begab man sich in die Betten.

Kaum das Frühstück verdaut wurden die Koffer verstaut. Dem Hotelpersonal ein Liedchen gesungen und kundgetan – Ostfriesland – die Tage waren gelungen! Die Rückreise führte über die Autobahn von Leer entlang der holländischen Grenze über Köln nach Limburg. Hier kehrten wir in der Gaststätte „Obermühle“ zur Schlussrast ein. Bei der letzten Etappe ließen wir die Eindrücke nochmals Revue passieren, Dankesworte wurden ausgetauscht und gute Wünsche für die Zukunft ausgesprochen. Dem Reiseleitungsteam um Irmgard Zirpel und Siegfried Schimpl mit allen Helfern wurde mit herzlichem Applaus für alle Vorbereitungsmühen gedankt. Wie geplant erreichte man gegen 21 Uhr Johannesberg und alle gingen wohlbehalten und glückselig nach Hause.

Siegfried Schimpl

Bild: Chorgemeinschaft Johannesberg.

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